Manchmal merkt man erst auf Umwegen, was einen wirklich bewegt.
Ich habe Psychologie in Graz studiert, mit dem Wunsch, Menschen zu verstehen und zu begleiten.
Während der postgraduellen Ausbildung zur Klinischen Psychologin wurde mir jedoch zunehmend klar, dass mir etwas fehlte. Im Krankenhaus musste vieles schnell eingeordnet und diagnostiziert werden – für das, was sich nicht eindeutig erklären oder einordnen lässt, blieb oft wenig Raum.
Die Psychoanalyse hat mir genau diesen Raum eröffnet. Sie interessiert sich nicht nur für Symptome oder Lösungen, sondern für die Geschichte hinter dem Erleben. Besonders prägend war für mich meine eigene Analyse. Sie hat meinen Blick auf Menschen und auf therapeutische Arbeit nachhaltig verändert.
Berufliche Erfahrung habe ich vor allem am LKH Graz in der Psychiatrie sowie auf somatischen Stationen gesammelt. Heute arbeite ich als Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin in Graz. Mir ist eine offene, wertfreie Haltung wichtig – gemeinsam zu verstehen statt vorschnell zu erklären.